Dienstag, 30. September 2008

Alles Banane, oder was?! (oder: Die Bananenrepublik)

frische bananen, bananencake, pancakes mit banane, bananen-pancakes, bananenbrot, brot mit bananen, bananen-chips, gebratene bananen, caramelisierte bananen, muesli mit banane, gruene und gelbe bananen, grosse bananen, baby-bananen... zum fruehstueck, lunch und dinner... ich kann sie nicht mehr sehn, die bananen! zum glueck laesst sich fisch nicht mit banane kreuzen, sonst wuerds hier tagtaeglich noch bananen-tuna geben :-) oder bananen-chicken!
bananen sind hier das absolute grundnahrungsmittel (nebst kokosnuss und papaya). also bitte... bitte bitte, wenn ich nach haus komme, verschont mich vor der gelben sichelmond-frucht.

aber nun zurueck zu tonga: ich hab mich in dieses land und dessen leute verliebt. kein wunder, dass captain cook diese inselgruppen "the friendly islands" getauft hat. die einheimischen hier sind umwerfend. die herzlichsten und freundlichsten menschen denen ich bisher begegnet bin. staendig werde ich gefuettert, hungern muss hier niemand, auch wenn keiner wirklich was besitzt. nahrungsmittel wachsen hier in huelle und fuelle; bananen (natuerlich!), kokosnuesse, papayas, mangos, brotfrucht, indian apple, yam (kartoffelaehliche wurzel), taro (ebenfalls wie kartoffel), kumara (suesse kartoffel) und vieles mehr. dementsprechend hat auch mein umfang in den letzten 4 wochen etwas zugenommen. sehr zu meinem verdruss, doch hier in tonga gehoer ich immernoch zu den "sprentzeln". es gibt hier viele "big mamas" und die tonganer erwaehnen oft und gerne, dass sie viel essen. (und sehr fettig kochen)

ganz besonders verliebt hab ich mich aber in die kleine insel "ouleva", gleich neben lifuka gelegen, die hauptinsel der ha'apai inselgruppe tongas.
das schoenste oertchen das ich je in meinem jungen leben erblickt hab. ein wahres paradies. leider rennt mir nun wirklich die zeit davon und ich konnte nur 4 tage im paradies verbringen. doch was fuer ein gebuehrender abschluss dieses 1-jaehrigen trips. nie haett ich mir ertraeumt jemals an so einen wunderschoenen ort zu kommen:
eine kleine insel, umzaeunt von sandstrand, glasklares smaragdgruenes wasser, welches in ein leuchtendes marineblau absinkt, umgeben von korallenbesetzten reefs mit neonleuchtenden seesternen und fischen. es faellt einem schwer den eigenen augen zu trauen.
residiert hab ich da in einem kleinen "fale", ein traditionelles tonganisches huettchen direkt am beach, gebaut aus kokosnussblaettern und bambus, umringt von palmen. koennt ihr euch das vorstellen? am morgen aufstehen und als erstes sieht man einen traumstrand wie auf den wallpapers, welche sich manche auf den desktop laden, direkt vor den eigenen fuessen gelegen. und weit und breit keine seele, ausser den zwei aeusserst liebenswerten menschen, welche mich da beherbergt haben.
ich kanns nach wie vor nicht wirklich glauben. was fuer eine schande, dass ich so viel zeit in tongatapu und vava'u verplempert hab. aber eins ist klar: ich komm wieder. so schnell wie moeglich. zurueck in dieses eine der letzten paradiese dieser unglaublichen welt.
daiana und kalafi (die gastgeber auf ouleva) haben mich bewirtet wie einen koenig. zum backpacker-low-budget-preis. und gefuettert wie ein kleines mastschweinchen :-) ausserdem hab ich viel ueber land, leute und deren traditionen gelernt.
die fotos von ouleva enthalte ich euch dieses mal vor. schliesslich bin ich ja in einer woche schon zuhaus. da kann ich euch dann alles in voller laenge berichten und zeigen.

vor mir liegen nun noch drei tage hong kong und eine laaaaaaaange heimreise. ehrlich gesagt ist's mir momentan ein bisschen bange in diese riesen-city zu gehn. nach tonga, wo alles sehr gemuetlich und ruhig zu geht, wird hong kong wahrscheinlich ein ziemlicher kultur-schocker sein. aber nu, das steh ich nun auch noch durch. und das reise- und entdeckungsfieber hat sich inzwischen tief in meine adern verwurzelt.

doch bald, sehr bald (schon fast beaengstigend bald ;-) bin ich daheim. freu mich aber saumaessig euch alle zu sehn, zu druecken und zu knuddeln :-) ihr glaubt ja garnicht wie sehr ihr mir fehlt.

also dann, meine lieben, drueckt mir den daumen fuer hong kong. und wir sehn uns dann in einer woche, zuhaus in sweet home switzerland!

alu'a (=goodbye)
banarin :-)
(mein gesicht laeuft schon gelb an, hoe hoe...)

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